#Junia Initiative Aktuelle Anlässe

Juniatag 2022

Das Feuer brennt weiter…

Der Juniatag am 15. Mai 2022 in St. Martin, Effretikon stand unter dem Motto:

 

„Bei euch aber soll es anders sein!“ Mk 10,43

 

Wir entzündeten das Feuer der Begeisterung, liessen uns von Texten von  Jacqueline Keune inspirieren oder kamen in verschiedenen Workshops ins Gespräch.

Feiner Kaffee und Kuchen durften nicht fehlen, auch nicht die stärkende Liturgie im Rahmen eines „Feierabends“.

Weitere Impressionen folgen.

 

Univ. Prof. Dr. Marlis Gielen sprach per zoom über Frauen in Leitungsfunktionen zur Zeit des Apostels Paulus. Im Vorfeld unseres Tages erschien ein Interview mit ihr auf kath.ch: „Niemand kann sagen: Sorry, lieber Gott, Frauen wollen wir nicht“.

Lesen Sie das Interview hier nach!

 

Flyer und Programm des Juniatages 2022!

gemeinsam unterwegs

einander stärken

Wir haben uns am Abend des 23.08. in einer Gruppe von Interessierten zum Erfahrungen teilen, Informationen weitergeben und Beten via Zoom getroffen. Herzlichen Dank an alle, die dabei waren. Das erlebte Miteinander und Bestärken hat der Seele gut getan.

Ebenso das Gebet „Das Land erben“ von Jacqueline Keune zu Helvetia predigt 2021 – 50 Jahre Frauenstimmrecht.

Charlotte Küng-Bless

 

Das Land erben

 

Selig
die Sprache hat
die ihre Stimme hebt
die das Wort ergreift
die Gehör sich verschafft
und in den Ohren liegt

 

Selig
die vortritt
die hinsteht
die sich zeigt
die sich zumutet
die deutlich wird

 

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Selig
die neu, die anders, die selber denkt
die die Stirn in Falten legt
die nachfragt
die fragt –
wieder und wieder

 

Selig
die noch spürt
dass es weh tut
dass es unrecht ist
weniger würdig
weniger wert zu sein
die nicht an den Schmerz sich gewöhnt
die nicht lernt, damit zu leben

 

Selig
deren Geduld zur Neige geht
die sich nicht länger ausschliessen
die sich nicht länger vertrösten
die sich nicht länger abspeisen lässt
mit den Trostpreisen aus der
kirchlichen Tombola

 

Selig
die ihre Bedürfnisse benennt
die ihren Anliegen Nachdruck verleiht
die ihre Möglichkeiten nutzt
die ihre Stärken zeigt
die ihre Berufung lebt –
die nicht alleine bleibt

 

Selig
die sich gleichwertig macht
die sich auf Augenhöhe begibt
die sich selbst ermächtigt
die nicht länger wartet
auf der Herren Gnaden

 

Selig
die nicht aufgibt
die dranbleibt
die weit, die über Grenzen geht
die ihren Fuss in neue Räume setzt
und das trunkene Blühen schaut

 

Selig
die ahnt, die hofft, die weiss
dass die Allmacht
dass die Ohnmacht
ein Ende haben
dass der Tag kommen wird
Denn sie werden das Land erben

 

Jacqueline Keune

 

Wissenswertes zum Bild:

Das Foto zum Text stammt von Spitalseelsorgerin Nadja Eigenmann. Sie war im August 2021 auf dem Jakobsweg Graubünden für eine gleichberechtigte, geschwisterliche und glaubwürdige katholische Kirche unterwegs.

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© Marion Grabenweger

«FeierAbend»

Freie Gottesdienstformen

Gottverbundenheit und Gemeinschaft feiern – Seelsorgerinnen und Seelsorger, die im Kanton Zürich in verschiedenen Rollen an unterschiedlichen Orten arbeiten, laden zu freien Gottesdienstformen ausserhalb und innerhalb der Kirchen ein: immer am 22. des Monats, angelehnt an den Gedenktag der Apostelin Maria von Magdala (22. Juli).

 

«FeierAbend» startete am Sonntag, 22. August 2021 um 19.00 Uhr in der Pfarrei Johannes XXIII in Greifensee. Den Gottesdienst gestalteten Hella Sodies, Veronika Jehle, Vivien Siemes und Barbara Müller.

Zum Rückblick hier klicken!

 

Weitere Termine und Informationen finden Sie in der Agenda bzw. in der Medienmitteilung.

Ordination zum sakramentalen Dienst

Wir sind priesterliche Menschen und möchten unseren Auftrag in Einheit mit unserer Kirche leben.

Wir Frauen* sind berufen zum sakramentalen Dienst und möchten dazu ordiniert sein. In aller Vielfalt der Lebenswege und Erfahrungen sind wir berufen durch die Heilige Geistkraft und durch Menschen, mit denen wir in der seelsorgerlichen Begleitung Gottes Nähe erleben und feiern. Wir möchten dies in Einheit mit unserer Kirche tun, die unseren Auftrag und unsere Sendung anerkennt.

Menschen sehnen sich nach der spürbaren und sichtbaren Zusage von Gottes Nähe, nach sakramentalen Zeichen und Feiern. Die Möglichkeit dafür auf das zölibatäre Weihepriestertum zu beschränken, ist eine Engführung, die dazu führt, dass immer weniger Sakramente in Einheit mit unserer Kirche gefeiert werden können: Qualitativ, weil unsere Berufungen und damit die Vielzahl der Vielfalt der Berufungen ausgegrenzt werden. Und quantitativ, weil kaum noch Männer diesen Weg wählen möchten.

Unserer Überzeugung und unserer starken inneren Bewegung treu stehen wir zu unserer Berufung und zu unserem Wunsch, uns in den sakramentalen Dienst zu stellen. Wir möchten dafür vom Bischof und von den Menschen, die unsere Berufung erlebt haben, gesendet und ordiniert werden.

Frauen und Männer, verbunden in der #JuniaInitiative
An Ostern 2021

Über uns

Vision

Wir träumen von einer Kirche, die sich wieder vermehrt auf ihre Wurzeln und ihren Ursprung in Jesus Christus besinnt, dass sie ihm nacheifere in Worten und Handeln und sich vehement gegen jede Form von Ausgrenzung einsetze. Wir träumen davon, dass sie in ihren eigenen Reihen damit beginnt alle Menschen und unabhängig von Geschlecht und Lebensform, entsprechend ihren Fähigkeiten und Charismen, in den Dienst zu nehmen und auszusenden.

Gesichter

Sendung unterstützen

Kennen Sie eine oder mehrere in der Seelsorge bewährte Frauen* persönlich? Falls diese bereits auf der Webseite als sendungsbereit aufgeführt sind, können Sie sie durch das Ausfüllen des Formulars mit einem aussagekräftigen Votum unterstützen und dem jeweiligen Ortsbischof zur sakramentalen Sendung empfehlen.

Event

Anlässe im Junia-Jahr

Die #JuniaInitiative stärkt durch Vernetzung und kreative theologische Arbeit eine zukunftsfähige und glaubwürdige Kirche.

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