Papst Franziskus

… und die geschwätzigen Frauen

Beflügelt vom Schöpfungslied, in dem GOTT, DIE LEBENDIGE den Menschen von männlich bis weiblich schuf, nach GOTTES Bild und Abbild (Gen 1,26), sind Frauen* und Männer* für das gute Leben für alle engagiert. Sie tanzen und singen und schwatzen und schweigen für Frieden und Gerechtigkeit. Gesalbt von den Worten „nun gibt es nicht länger griechisch oder jüdisch, versklavt oder frei, männlich und weiblich, denn Ihr seid alle einzig-einig im Messias Jesus“ (Gal 3,28), sind hunderttausende berufene Frauen und Männer unterwegs, ordiniert zum Dienst für das Leben angesichts von Gewalt, Kriegen, Einsamkeit und Ausbeutung der Schöpfung.

Dass Papst Franziskus mit seinen Worten an die lateinamerikanischen Priesterausbildner diese auffordert „ihr seid Männer, verhaltet euch wie Männer, seid keine geschwätzigen alten Frauen“, ist grotesk, macht wütend und fassungslos. Von welch magerem und dürftigen Männer- und Frauenbild zeugt das und welch vergiftete Männlichkeit wird hier propagiert auf Kosten der totalen Lächerlichmachung von Frauen um nicht zu sagen von Frauenhass?

Monika Hungerbühler, #JuniaInitiative

Juniatag 2022

Das Feuer brennt weiter…

Am Sonntag, 15. Mai 2022 versammelten sich in Effretikon rund 30 Personen, Junia-Frauen und auch einige Männer, zum Junia-Tag. Dieses Jahr feierten wir unter dem Motto: «bei Euch aber soll es anders sein».Wir lebten dieses «anders sein» – im gemeinsamen Feiern, Beten, Nachdenken, Zuhören und in Gesprächen, in der Kirche und bei einem Glas Wein, teilten Brot und Erfahrungen und genossen einen Nachmittag lang unsere Gemeinschaft.Das Feuer der Begeisterung, das wir anzündeten, trug uns auch im Bibliodrama mit Claudia Mennen, beim Schreiben mit Susanne Andrea Birke und beim Zuhören. Per Zoom sprach Frau Prof. Dr. Marlis Gielen über Frauen in Leitungsfunktionen zur Zeit des Apostels Paulus. Frauen in Leitungsfunktionen heute feierten mit uns eine stärkende Liturgie im Rahmen eines «Feierabends» – mit Brot und Wein, mit Wort und Musik, mit Gebet und Musik, mit inspirierenden Texten von Jacqueline Keune.Kaffee, Kuchen, Wein und Brot, Käse und Oliven – und viele gute Gespräche, viel Lachen, viel Dank liessen den Nachmittag ausklingen.Danke an alle Junia-Frauen, Marion Grabenweger und an Monika Schmid für die Vorbereitung und die Gastfreundschaft! – Wir freuen uns schon auf den nächsten Junia-Tag am 17. Mai 2023 in Therwil!Iva Boutellier

 

Der Vortrag von Frau Prof. Gielen wurde aufgenommen und kann hier nachgehört werden.

 

 

Im Vorfeld unseres Tages erschien ein Interview mit Univ. Prof. Dr. Marlis Gielen auf kath.ch: „Niemand kann sagen: Sorry, lieber Gott, Frauen wollen wir nicht“.

Lesen Sie das Interview hier nach!

 

Flyer und Programm des Juniatages 2022!

Ordination zum sakramentalen Dienst

Wir sind priesterliche Menschen und möchten unseren Auftrag in Einheit mit unserer Kirche leben.

Wir Frauen* sind berufen zum sakramentalen Dienst und möchten dazu ordiniert sein. In aller Vielfalt der Lebenswege und Erfahrungen sind wir berufen durch die Heilige Geistkraft und durch Menschen, mit denen wir in der seelsorgerlichen Begleitung Gottes Nähe erleben und feiern. Wir möchten dies in Einheit mit unserer Kirche tun, die unseren Auftrag und unsere Sendung anerkennt.

Menschen sehnen sich nach der spürbaren und sichtbaren Zusage von Gottes Nähe, nach sakramentalen Zeichen und Feiern. Die Möglichkeit dafür auf das zölibatäre Weihepriestertum zu beschränken, ist eine Engführung, die dazu führt, dass immer weniger Sakramente in Einheit mit unserer Kirche gefeiert werden können: Qualitativ, weil unsere Berufungen und damit die Vielzahl der Vielfalt der Berufungen ausgegrenzt werden. Und quantitativ, weil kaum noch Männer diesen Weg wählen möchten.

Unserer Überzeugung und unserer starken inneren Bewegung treu stehen wir zu unserer Berufung und zu unserem Wunsch, uns in den sakramentalen Dienst zu stellen. Wir möchten dafür vom Bischof und von den Menschen, die unsere Berufung erlebt haben, gesendet und ordiniert werden.

Frauen und Männer, verbunden in der #JuniaInitiative
An Ostern 2021

Über uns

Vision

Wir träumen von einer Kirche, die sich wieder vermehrt auf ihre Wurzeln und ihren Ursprung in Jesus Christus besinnt, dass sie ihm nacheifere in Worten und Handeln und sich vehement gegen jede Form von Ausgrenzung einsetze. Wir träumen davon, dass sie in ihren eigenen Reihen damit beginnt alle Menschen und unabhängig von Geschlecht und Lebensform, entsprechend ihren Fähigkeiten und Charismen, in den Dienst zu nehmen und auszusenden.

Gesichter

Sendung unterstützen

Kennen Sie eine oder mehrere in der Seelsorge bewährte Frauen* persönlich? Falls diese bereits auf der Webseite als sendungsbereit aufgeführt sind, können Sie sie durch das Ausfüllen des Formulars mit einem aussagekräftigen Votum unterstützen und dem jeweiligen Ortsbischof zur sakramentalen Sendung empfehlen.

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